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Keuschheit

Keuschheit (keusch aus lat. conscius, „bewusst“) ist die Bezeichnung für sexuelle Enthaltsamkeit. Im Allgemeinen wird darunter der freiwillige Verzicht auf sexuelle Handlungen verstanden. Das Ideal der gewollten und bewussten Keuschheit geht jedoch weiter.In der Idealvorstellung bezeichnet Keuschheit das Verhalten einer der sinnlichen Inbrunst (Leidenschaft) durchaus fähigen Person, sich vermöge eines erworbenen Schamgefühls oder kraft eines bewussten Grundsatzes vor Sexuellem zu hüten, seien es auch nur Andeutungen anderer oder eigene Anwandlungen. In vielen Kulturen spielt die Keuschheit eine meist religiöse Rolle. Sie wird häufig speziell von jungen Menschen erwartet (siehe auch Jungfrau).Den Gegensatz zur Keuschheit, also die Unkeuschheit, bildet die Geilheit (Lüsternheit), die als Wollust (luxuria) in der katholischen Theologie eine der sieben Hauptlaster darstellt, aus denen Sünden entstehen und die man daher auch „Wurzelsünden“ nennt.
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