Schwangerschaft, Geburt, Entbindung

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Billings-Methode

Während der unfruchtbaren Phase ist der Zervikalschleim klumpig oder dickflüssig und bildet einen Pfropfen im Muttermund. Wenn der Schleim sehr zäh ist, ist er äußerlich gar nicht zu beobachten und die Scheide wirkt „trocken“. Je näher der Eisprung rückt, desto flüssiger und klarer wird der Schleim. In der hochfruchtbaren Phase wird er „spinnbar“, dass heißt er lässt sich zwischen zwei Lagen von Toilettenpapier oder zwischen den Fingern zu Fäden ziehen. Hat der Eisprung stattgefunden, wird der Schleim wieder zäh oder verschwindet ganz. Aufgrund von Schwankungen des Hormonspiegels, der wiederum die Schleimproduktion beeinflusst, kann es aber wiederholt zu verstärkt auftretendem, „fruchtbar“ wirkendem Schleim kommen, ohne dass der Eisprung folgt. Solche einzelnen Schübe können zur falschen Annahme führen, ein Eisprung habe bereits stattgefunden und setzen damit die Verlässlichkeit der Methode herab. Ebenfalls geht die Billings-Methode davon aus, dass nur Trockenheit ein Zeichen für Unfruchtbarkeit und sichere Tage ist. Da viele Frauen aber während des ganzen Zyklus Schleim beobachten können, ist die Schleimbestimmung für sie keine befriedigende Bestimmungsmethode von unfruchtbaren Tagen.Die Methode ist geeignet für Paare mit Kinderwunsch, um die fruchtbare Zeit einzugrenzen.Wendet man diese Methode zur Empfängnisverhütung an, besteht das Risiko, dass der Eisprung zu einer anderen Zeit stattfindet als erwartet und es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist vergleichsweise hoch: auf dem Pearl-Index liegt die Billings-Methode bei etwa 15; dass bedeutet von 100 Frauen, die damit ein Jahr (zwölf Zyklen) lang verhüten, werden etwa 15 schwanger.Die Kombination der Billings- mit der Temperaturmethode minimiert dieses Risiko: die aus der Kombination entstehende symptothermale Methode ist – bei sachgerechter Anwendung – etwa so sicher wie die Antibabypille. Da die Methode aber vergleichsweise viel Erfahrung und Disziplin verlangt, liegt der praktisch beobachtete Pearl Index zwischen 2 und 20.
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