Die Symptome äußern sich in typischem trocken bellendem Husten, Heiserkeit und laut pfeifenden Geräuschen bei der Einatmung (inspiratorischer Stridor). Bei höhergradiger Verengung kann es zu Luftnot mit Zeichen einer angestrengten Atmung wie Einziehungen der Zwischenrippenräume und der Drosselgrube kommen. Ist durch die Behinderung der Atemwege schließlich keine ausreichende Sauerstoffversorgung mehr gewährleistet, treten Herzrasen (Tachykardie) und eine Blaufärbung von Lippen und Fingernägeln (Zyanose) hinzu. Zusätzlich kann (leichtes bis mittelstarkes) Fieber bestehen. Diese Probleme treten typischerweise mitten in der Nacht bei zuvor völlig gesunden Kindern auf. Das subjektive Gefühl der Luftnot führt oft zu Angst und Unruhe der Kinder, was die Symptomatik verstärkt.
Als wichtigste Erstmaßnahme gilt das beruhigende Einwirken der Eltern auf das Kind. Je weniger Angst das Kind erlebt und je ruhiger es sich verhält, umso geringer ist der Sauerstoffverbrauch, was wiederum die Luftnot relativ verringert. Obwohl in jedem Lehrbuch und Ratgeber zu lesen ist, dass kühle und feuchte Luft hilft, die Schwellung der Schleimhäute zu verringern, lässt sich dies in wissenschaftlichen Studien nicht nachvollziehen. Sofern eine notwendige wirksame Therapie dadurch nicht verzögert wird, ist es dennoch gerechtfertigt, sich mit dem Kind in den kühlen Monaten ans geöffnete Fenster zu setzen oder warm „verpackt“ auf den Balkon zu gehen, um es kalte Luft einatmen zu lassen. Sicher abschwellend wirksam sind Cortison-Präparate, welche bei bekannter Neigung zum Pseudokrupp oft als Zäpfchen in der Hausapotheke vorhanden sind und als Notfallmaßnahme auch schon zu Hause verabreicht werden können. Bei schwerer Luftnot oder ausbleibender Wirkung kann eine Inhalation mit Epinephrin die Schleimhaut rasch zum Abschwellen bringen. Da dieser Effekt aber auf einer Drosselung der Durchblutung beruht und die Wirksamkeit nach kurzer Zeit nachlässt, kann die Schwellung nach anfänglicher Besserung rasch wieder zurückkehren und dann möglicherweise sogar stärkere Ausmaße annehmen als zuvor (Rebound-Phänomen). Zur Aufrechterhaltung der Sauerstoffversorgung kann in schweren Fällen auch eine Sauerstoffvorlage notwendig werden.